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7 thoughts on “Gedanken über Maßschuhe”

  1. Hochinteressantes Artikel das auch ein sehr realistisches Leucht scheint über das Thema Maßschuhe. Ich glaube es ist auch ganz persönlich zu entscheiden ob es besser ist oder nicht. Trotzdem würde Ich sagen das mehr als die Helfte doch auch der Erlebnis ist das manche Leuten sehr lieben. Also Mann kauft dann nicht nur der Schuh aber auch der Erlebnis die Ihm glücklich macht. Ich glaube das Ich selbe nicht so viel besonderes fühle für so einem Erlebnis und ein gute Schuh die mir gefällt und Preiswert ist wichtiger finde. Wie gesagt, es ist alles so persönlich genau wie du beschreibt in dein Artikel.

    1. Lieber Tim Mureau, sicherlich kaufen sich viele Maßschuhträger auch einfach ein bestimmtes Gefühl, das aus dem sehr persönlichen Service und dem Bewusstsein geboren ist, ein Produkt zu bekommen, das einmalig ist.

  2. Ich teile die Meinung, dass ein gut sitzender Schuh von der Stange sich nur noch minimal von einem Massschuh unterscheidet. In meinem Fall war es so, dass sich einige rahmengenähte Schuhe von der Stange als Fehlkauf entpuppt haben und nach ein paar Stunden laufen, Blasen und Druckstellen gebildet haben. Der Fehlkauf hatte zwei Gründe. Zum einen wuste ich nicht wie ein Schuh „zu sitzen hat“ und zum anderen war das Verkaufspersonal nicht gut genug geschuhlt um richtig zu beraten. Folglich kaufte ich nicht gut sitzende Schuhe.
    Nach diesen Fehlkäufen hatte ich mich dann an einen Massschuh „ran gewagt“. Es war in meinem Fall tatsächlich so, dass der Massschuh viel besser sass als die Schuhe von der Stange. Nach 1-2 Jahren lafen im Massschuh wusste ich wie ein Schuh zu sitzen hat. Ich habe mit dieser Erfahrung ein neuen Versuch gestartet mir Schuhe von der Stange zu kaufen. Ich hatte mir dann die Zeit genommen und habe in einem Schuhgeschäft 1-2 Stunden verschiedene Modelle in verschiedensten Weiten und Längen probiert und bin fündig geworden.
    Jetzt habe ich Schuhe von der Stange welche sich wirklich nur noch minimal von meinen Massschuhen unterscheiden.

    1. Lieber Markus Schramek, vielen Dank für den Kommentar. Er beinhaltet einen wichtigen Punkt, der den Kauf jeder Art von Maßkleidung betrifft. Je mehr Erfahrung man mit guter Kleidung hatte, bevor man mit Maßbestellungen beginnt, desto besser. Es sei denn, man ist mit Maßkleidung aufgewachsen und hat früh gelernt, worauf es dabei ankommt. Nach vielen Jahren bin ich mittlerweile so weit, dass ich fast von jedem Schneider ein Ergebnis bekommen kann, das mich zufriedenstellt. Die Herkunft des Schneiders und die Tradition, aus der er kommt, wird für mich zunehmend unwichtiger.

  3. Wobei ich hier aber schon noch ein Detail anmerken möchte, nämlich daß jeder Mensch von Natur aus zwei ungleiche Füße hat und daher ein Schuh von der Stange einfach schon aus diesem Grunde nicht perfekt passen kann; genauso wie Maßkonfektion nur bis zu einem bestimmte Punkt bei nicht absolut symmetrischen Schultern ausgleichen kann; ebenso wie ein guter Maßschuhmacher immer auch gleichzeitig Orthopäde ist 😉
    Ansonsten bin ich natürlich bei den Herren, die schrieben, daß allein das Möglichkeit, sich Leder, Form etc. aussuchen zu können, alles mit dem Meister zu besprechen und das ganze Ambiente eines Maßschuhmachers (meiner ist in der Bräunerstraße in Wien) viel vom Erlebnis ausmachen.
    herzliche Grüße!

    1. Ich habe vor einigen Jahren in einem Beitrag geschrieben, dass nur ein gut sitzender Maßschuh besser ist, als ein gut sitzender Konfektionsschuh. Diese Selbstverständlichkeit brachte mir einen bösen Anrufe einer Maßschuhmacherin ein. Womit ich leben kann. Deshalb sei auch hier gesagt: Es geht mir nicht darum, zufriedenen Maßschuhkunden ihre Maßschuhe und deren Macher madig zu machen. Oder den Maßschuh an sich zu diskreditieren. Ich finde nur, dass viele Argumente, die von Maßschuhmachern als Pro für den Maßschuh genannt werden, wenig Wert haben. Und dass generell zu hohe Erwartungen geweckt werden. Was die unterschiedliche Größe der Füße betrifft. Ich wage zu behaupten, dass der immer wieder erwähnte Längenunterschied zwischen den Füßen von wenigen mm bis zu 1 cm für die Passform eines Schuhs von wenig Belang ist. Die Zehen berühren die Innenseite der Schuhspitze ohnehin nicht. Der Fuß sollte im hinteren Bereich des Schuhs so fest setzen, dass er nicht nach vorn rutschen kann. Schwieriger sind starke Unterschiede bei der Breite der beiden Füße. Überhaupt sind Begriffe wie “perfekter Sitz” oder “perfekte Passform” wenig hilfreich, da Passform sehr unterschiedlich empfunden wird. Und was ist “richtige” Passform? Ein Gefühl stützender Umschlossenheit von sich anschmiegender Weichheit? Um nur zwei extreme Beispiele zu nennen. Schließlich sei auch noch gesagt, dass die Bequemlichkeit eines Schuhs nicht nur mit der Leistenform zu tun hat, sondern auch mit dem gewählten Schaftmodell in Relation zu der persönlichen Fußform und Zehenanordnung (ägyptischer Fuß, griechischer Fuß etc.). Ein Norweger oder Derby fühlt sich konstruktionsbedingt je nach Fuß anders an als ein Oxford mit Kappe oder ein Schlupfschuh. Und schließlich kommt auch noch die Lederart ins Spiel. Deshalb hilft Probieren und Vergleichen.

  4. Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass meine Massschuhe nicht umbedingt das waren, was ich als elegant erwartet habe. Die Frage ob ich gerne einen eleganten oder bequemen Schuh haben möchte, hatte mir der Schuhmacher (zum Glück) nicht gestellt. Ich hätte sicher die Eleganz der Bequemlichkeit vorgezogen. Er hat einen Kompromiss aus Bequemlichkeit und Eleganz gemacht. Heute bin ich froh darüber, denn die Schuhe sind wirklich sehr bequem. Die Eleganz ist so gut geworden, wie es meine Fussform eben erlaubt. Erwartet habe ich aber einen deutlich schlankeren Schuh. Die Form konnte man schon beim Probeschuh erahnen. Diese war deutlich weniger schlank als ich es mir erhofft hatte. Ich habe mir aber damals gesagt, dass ich mir nie wieder einen Schuh kaufen werde, nur weil er mir gefällt. Bei dem Probeschuh konnte ich noch Einfluss nehmen und ich habe die Schuhspitze um ca. 5 mm verlängern lassen. Der endgültigen Schuh kam meinen Vorstellungen näher, war aber dennoch „weit entfernt“ von meiner Idealvorstellung eines eleganten Schuhs. Wie in dem Beitrag erwähnt, sahen die Schuhe in den Vitrinen anders aus. Heute bin ich jedoch sehr zufrieden mit meinen Massschuhen welche nach „form follows Funktion“ gefertigt wurden. Aus meiner Sicht sollte es auch so sein. Der Schuhmacher hat alles richtig gemacht.

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